Technik

sonnenfinsternis5 r

WP 20150320 07 56 29 Pro

Mission III Startvorbereitung

 

WP 20150320 07 57 03 Pro

Mission III Die Sonde

 

WP 20150320 07 57 52 Pro

Mission III Heliumflasche

 

DSC 3355 k

 

DSC 3367 k

 

DSC 3393 k

DSC 3398 k

 

Jürgen Piecha2 r

 

Sonnenfinsternis 1

sonnenfinsternis 2Sonnenfinsternis 4

Liverticker des Stratosphärenballon DN4GB-11

20/03/2015

Die Mission III ist von der Flugsicherung "ohne Auflagen" genehmigt worden.

Uhrzeit   Ereignis:
 7:45

Wilkommen zum Liveticker der Sofi ! Der Start des Ballon ist für 8:53 Uhr angesetzt. Aktuelle Wetterlage am Modellflugplatz des MLC-Recklinghausen: 4 Grad trocken bei stellenweise Nebel. 

 7:59

Beginn der ersten Vorbereitungen zum Start.

 8:59

Ballon gefüllt und startbereit

 9:00

10..9..8.....3..2..1 START!!

 9:21

1600 m Marke erreicht

 9:29

2430 m Marke erreicht

 9:54

Aktuelle Bilder zur Sofi finden Sie unter Mission III -> Bilder !!!

 9:56

Radio Vest war zu Besuch. Reportage folgt heute Nachmittag im Radio.  

10:00

Aktuelle Bake:

9 km/h 172° alt 5154 m
APRS-Telemetrie: U=12.1V I=0180.0mA T=+50,5°C GPS: ON WHS1
WHS Test- und Schulungsbetrieb

10:13

Luftraum Herne erreicht. Genau über Kreuz-Herne.

10:16

Gut gestärkt..mit Brötchen und Kaffee.;-)  Dann kann es gleich Richtung Sauerland losgehen.  

10:33

Um ca. 10:36 Uhr hat der Mond die Sonne maximal (80%) verdeckt.

10:52

Kontakt zur Sonde seit ca. 9 min abgebrochen.  

11:03

Wo ist DN4GB-11 ?

11:07

Kein Kontakt zur Sonde

12:00

Bitte um Mithilfe: Empfangsreport bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Der Kontakt zur Sonde ist abgebrochen.

Falls jemand Bakendaten von DN4GB-11 empfängt, melden Sie sich bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Simulationen weisen darauf hin, dass die Sonde im südlichen Sauerland landen wird. Kontaktdaten finden Sie auf der Außenhülle der Sonde. 

APRS Sonde Typ 1       APRS Sonde Typ 1

Mission III TEXT                                           Flugroute von DN4GB-11


21/03/2015

 

Uhrzeit   Ereignis
 8:00

Aus noch ungeklärten Gründen besteht noch immer kein Funkkontakt zur Sonde. Die Akkus werden auch bereits zu Neige gehen.

 8:06

Erster Hinweis auf den ungefähren Landeplatz der Sonde:  Zwischen Heilbronn und Bretzfeld Latitude: 49.1711 Longtitude: 9.40139

 8:18

Das nachfolgende Bild zeigt den simulierten Landeplatz:

Sim lp Sofi

22/03/2015

Uhrzeit   Ereignis
16:35

SONDE WURDE GEFUNDEN !!!!! 

16:37

Fundort in der Nähe von Hachenburg.  

Zusammenschnitte der Boardkamera Mission II


Stratosphärenballon Mission II                            Film: Detlef Meyer (www.skyfly-movie.de)

 

Mission II Start und Flug (Video der Gawado GmbH)

 

Projekt Stratosphärenballon Mission II                                            Schnitt: Lea Friedmann

Zusammenschnitt der Boardkamera


 

Projekt Stratosphärenballon Mission I : Der Ballon platzt bei 15:30 min.                                        Schnitt: Lea Friedmann


 

 

 

Aufstiegsgeschwindigkeit: 5 m/s
Maximale Flughöhe: 22.400 m
Maximale Horizontalgeschwindigkeit: 180 km/h
Flugdauer: 2,5 h
Flugstrecke: ca. 200 km
Senderadius: 250 km
Kontinuierliche Verfolgung des Ballons unter aprs.fi
Zusätzlich direkter Funkkontakt zum Ballon 144.800 MHz

Kontakt zum Verfolgerteam DC70G über DB0VR Northelle

145.675 MHz
Aufstiegsgeschwindigkeit: 5 m/s
Maximale Flughöhe: 34.400 m
Maximale Horizontalgeschwindigkeit: 180 km/h
Flugdauer: 3 h
Flugstrecke: ca. 200 km
Senderadius: 250 km
Kontinuierliche Verfolgung des Ballons unter aprs.fi
Zusätzlich direkter Funkkontakt zum Ballon 144.800 MHz

Kontakt zum Verfolgerteam DC70G über DB0VR Northelle

145.675 MHz

Presse

 

Dem Himmel so nah — Studenten untersuchen die Stratosphäre

IDW-Online

09.03.2015 15:19

Link


 Forschung: Dem Himmel so nah

WAZ.de 10.03.2015

Link


Dem Himmel so nah

Trikon, Ausgabe 5/2015

Link


Mission Stratosphäre

Ein Erfahrungsbericht, Florian Wolters, DF2ET

CQ DL 10 2015, S.37 - 39.

Download PDF-Datei:  CQ DL Mission Stratosphäre Artikel

Mit freundlicher Genehmigung der CQ DL-Redaktion


Radio Vest | Facebook

Link

 

 

Verfolgungsjagd des Stratosphärenballons DN4GB-11

26/02/2015 Gelsenkirchen

Panorama

Originalaufnahme der Sonde

26.02.2015 – Studenten der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen senden erfolgreich einen ersten Wetterballon mit diverser Mess- und Funktechnik auf die weite Reise in unsere Stratosphäre.

Bei leicht bewölktem Himmel konnte nach Freigabe der DFS (Deutschen Flugsicherung) der Ballon mit dem Rufzeichen DN4GB-11 samt Fallschirm und Nutzlast um 10:00 Uhr MEZ auf einer Wiese vor dem Hochschulgebäude in Gelsenkirchen gestartet werden.

Dieser Ballonstart diente grundsätzlich als Vorbereitung für den Start eines zweiten größeren Wetterballons mit noch mehr Mess- und Übertragungstechnik an Bord. Jedoch war auch schon dieser Flug ein voller Erfolg. An Bord der 709 g schweren Sonde befand sich neben einem GPS gestütztem Mess- und Funksystem eine hochauflösende Kamera, welche den Flug bis zu einer Höhe von ca. 34313 m in HD Qualität dokumentierte. Es entstanden beeindruckende Bilder unseres blauen Planeten.

Start

Start des Ballons

Vorbereitung zum Start

Das Projektteam traf sich bereits am frühen Donnerstagmorgen um 7:30 Uhr an der W-HS in Gelsenkirchen. Der Wetterbericht hatte Recht behalten. Die Sonne schien und es waren nur wenige weiße „Schäfchenwolken“ unterwegs. Im Vorfeld wurde ein Ablaufplan erstellt, welcher an diesem Tag zu tragen kam. Somit war die Koordination des Gesamtprojektes gut zu meistern.

Parallel zum Aufbau des Startplatzes für den Ballon und der Bodenkontrollstation, wurde das „Jäger-Auto“ mit einer Vielzahl von Funktechnik ausgerüstet. Dazu gehörte unteranderem ein umgebauter Laptop als TNC(Traffic Message Channel)  zum Direktempfang der APRS-Datenparkete (Automatic Packet Reporting System) der Sonde, sowie eine UMTS – Mobilfunk-Verbindung für die Internetverfolgung über die Webseite "http://www.aprs.fi". Herr Prof. Dr. Jorczyk hielt zur weiteren Unterstützung des Jägerteams über ein Amateurfunkgerät ständigen Kontakt zum Verfolgerauto, welches u.a. mit dem Mitarbeiter mit dem Rufzeichen DC7OG-8 unterwegs war.

 

Der Start

Nachdem die Befüllung des Wetterballons mit ca.2200 Liter Helium abgeschlossen war, konnte der Fallschirm und die Nutzlast angebunden werden. Im Vorfeld wurden alle Systeme innerhalb der Sonde eingeschaltet und auf Ihre Funktion hin überprüft. Somit stand einer erfolgreichen Mission nichts mehr im Wege. Der Start erfolgte um 10:12 Uhr MEZ neben dem neuen Hochschulgebäude in Gelsenkirchen.

 

Die Verfolgung

Der Ballon flog samt Nutzlast zunächst Richtung Norden bis auf eine Höhe von ca. 2235 m und änderte dann seine Flugroute Richtung Süden. Das Verfolger Team bestehend aus vier Personen setzt sich nach Abbruch der Sichtverbindung zum Ballon in Bewegung auf die Autobahn Richtung Sauerland.

Jager Auto

Verfolger-Team

An Bord des Verfolgerautos konnte zu jedem Zeitpunkt die genaue Position des Wetterballons bestimmt werden. Dazu standen folgende Systeme zur Verfügung:

  • Direktverbindung über UI-View32, welches auf einem umgebauten Laptop installiert wurde und die Soundkarte als Modem nutzte. Als Funkgerät wurde ein einfaches Handfunkgerät Baofeng UV-5R verwendet. Als Antenne diente eine Fuchsantenne für den mobilen Einsatz.

bild03 25237

UI-View32

  • Nutzung des APRS Netzes. Digipeater und I-Gates sind Amateurfunkstationen, die die empfangenden Datenpakete weiterleiten und ins Internet einspeisen. So gelangen diese Daten auf die APRS-Server und der Ballon kann live im Internet in der ganzen Welt verfolgt werden.

3D Flug

3D-Flugroute

  • Nutzung eines GSM-Tracker. Die Position des Landepunktes wird automatisch über eine SMS an ein entsprechendes Mobiltelefon Versand.

Der Ballon flog weiter Richtung Solingen, wo er dann eine Kehrtwendung Richtung Osten machte. Das Verfolgerteam wartete zu diesem Zeitpunkt an einem Autobahnrastplatz an der A45 kurz hinter dem Autobahnkreuz Hagen. Als der Ballon die A45 bei Lüdenscheid überflog, setzte sich das Jäger-Team über die Bundestraße 229 Richtung Plettenberg in Bewegung. Während dessen stieg der Ballon immer noch weiter. Die 30000 m Marke wurde durchbrochen. Erst bei ca. 34400 m Höhe, südlich von Werdohl, zerplatze der Ballon. Es begann nun eine rasanter Abstieg für die Sonde. Nördlich von Plettenberg änderte die Sonde wieder Ihre Richtung und steuerte nun auf Attendorn zu. Als die Sonde die Biggetalsperre überquerte, erfolge nochmals eine Kursänderung, wieder Richtung Norden. Dann ging alles recht schnell. Die Sonde landete im Negertal nahe der Bigge.

 

Biggetal

Biggetalsperre

 

Landeplatz

« Fund der Sonde in einer 25 m hohen Fichte östlich der Biggetalsperre (Sauerland) »

Um ca. 13:15 Uhr wurde mittels der immer noch sendenden APRS Nutzlast das Waldstück ermittelt, in dem sich die Sonde befand. Trotz genauer GPS Daten, war die Sonde auf Grund dichter Baumkronen nicht sofort zu erkennen. Zur genauen Lokalisierung half der eingebaute Summer, welcher in bestimmten Intervallen einen „Piepston“ von sich gab. Somit wurde die Sonde gefunden. Der Fallschirm musste den Abstieg der Sonde wie geplant gebremst haben. Es waren keinerlei Schäden zu erkennen. Sogar der Ausleger für das Logo war unbeschadet.

 

Sonde im Baum

Sonde im Baum

Dem Jägerteam wurde schnell klar, dass die Sonde unerreichbar war. Auch eine mitgeführte 10 m lange Teleskopstange reichte nicht aus, um die Sonde zu bergen. Zufällig fuhr ein ortsansässiger Jäger am Waldesrand vorbei und wunderte sich über die „seltsamen Gestalten“ in seinem Revier. Der Bergungstrupp erläuterte dem Jäger das Problem.

« Das hab ich in meiner 42 Jährigen Laufbahn als Jäger auch noch nicht gehabt. »

Nach kurzer Überlegung wurde eine passende Lösung gefunden und die Sonde konnte beinahe unversehrt aus der 25 m hohen Fichte geborgen werden.

« Sonde übersteht auch freien Fall aus 20 m Höhe »

Es waren nur leichte Schrammen an der Nutzlast zu vermerken. Immerhin ist die Sonde aus 20 m Höhe ungebremst auf den Waldboden gefallen. Nach kurzer Stärkung in einer „Sauerland-Lokalität “ ging es über die A45 Richtung Heimat. Am gleichen Abend wurde noch das faszinierende Bildmaterial im IC-Labor Gelsenkirchen gesichtet. In diesem Augenblick ist allen Beteiligten klar geworden, dass die erste Mission ein voller Erfolg war! Nach einer genaueren Auswertung der gesammelten Daten ist mit dieser Mission eine fundierte Basis an Wissen und Technik für weitere Ballonmissionen vorhanden.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen Beteiligten recht herzlich bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch dem Jäger. Ohne ihn wäre die Bergung der Sonde nicht möglich gewesen. Für die finanzielle Unterstützung bedanken wir uns bei unseren Sponsoren Gawado, sowie der Firma GPG Gase-Partner GmbH.

Weitere Artikel und Hintergrundinformationen zu dieser und anderer Missionen finden Sie auf unserer Homepage www.mikroelektronik.w-hs.de

Das Verfolger-Team:

Clemmensen, Sebastian

Gießelmann, Oliver

Krome, Tim

Paus, Bastian

 

Bastian Paus 2015

 

 

All

Bilder zum Start

(Zum vergrößern bitte anklicken)


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Bilder vom Fundort:
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Zweiter Flug des Stratosphärenballons DN4GB-11

08/03/2015 Gelsenkirchen

Stratosphäre DN4GB 2

 Originalbild: Stratosphärenballon DN4GB-11 Mission II

Der zweite Stratosphärenballon ist am 08. März 2015 um 10.25 Uhr gestartet worden. Auch die Mission II verlief erfolgreich. Das Gesamtgewicht des Systems betrug knapp 4kg mit zwei Sonden, die dann etwa 23km in die Höhe getragen wurden.

Die Signale des 10mW-SSDV-Senders wurden u.a. in England in ca. 490 km Entfernung dekodiert. Die Maximale Entfernung, über die die 1 W-APRS-Bake direkt über Funk gehört wurde beträgt: 636 km (Österreich: OE3XNR in JN78JQ, Ballon in JO31OR)

APRS-Bake wurde direkt empfangen in: Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien, Dänemark, Niederlande, Polen, Deutschland

 

Weitere Videos zum Flug finden Sie hier:

 

Flugroute DN4GB Stratosphaerenballon

Flugroute des Stratosphärenballons DN4GB-11. Diese konnte live unter aprs.fi verfolgt werden

 

Flugroute Mission II 08 03 15

Höhenprofil der Flugroute

 

Image32

Der Ballon wurde in England empfangen. Quelle: http://ssdv.habhub.org/

 

 

Übersicht Mission I

26/02/2015 GelsenkirchenUebersicht

Startplatz an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen

Am 26.02.15 startete an der Westfälischen Hochschule um 10.12 Uhr (9.12 Uhr UTC) der erste Stratosphärenballon. Die Mission verlief nicht zuletzt dank der umfangreichen Vorbereitungen erfolgreich. Der Ballon erreichte eine Höhe von 34306 m bei schönstem Winterwetter. Wie geplant, landete die Sonde im Sauerland nahe der Biggetalsperre.

Genauere Informationen zum Flug finden Sie hier:

 


Mission 1 - Technische Übersicht

 


Flugdaten

Flugroute

 

 Start: 10:12 MEZ
 Geplatzt: 12:20 MEZ
 Landung: 13:15 MEZ
 Flugdauer: 3 h
Aufsteigsgeschwindigkeit: 5 m/s
Max. Flughöhe: 34306 m
Flugstrecke: ca. 187 Km

 

  • Maximale Entfernung über die die 1 W-APRS-Bake direkt über Funk gehört wurde: 771 km (Frankreich: F6DZR-3 in IN96RT, Ballon in JO31TF)
  • APRS-Bake wurde direkt empfangen in: Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich, England, Tschechien, Dänemark, Luxemburg, Niederlande, Polen und Deutschland
  • Kontinuierliche Verfolgung des Ballons unter aprs.fi
  • Zusätzlich direkter Funkkontakt zum Ballon (144.800 MHz)
  • Kontakt zum Verfolgerteam DC70G über DB0VR (Northelle) 145.675 MHz

 


Flugroute

Flugroute 3D Mission I

   

Die Flugroute kann in verschiedenen Ansichten aufgerufen werden:

Tipp: Google Earth kann auch das Höhenprofil des Flugverlaufes anzeigen. Hierzu ein Rechtsklick auf den grünmarkierten Verlauf und auf „Höhenprofil anzeigen“ klicken.

 


Der 800g-Ballon trug eine Nutzlast von 709 g. Diese beinhaltete eine Kamera, einen GSM-Tracker sowie ein selbstentwickeltes APRS-System, welches auf 144.800 MHz via Igates die Position des Ballons übermittelte. So konnte der Ballon live im Internet verfolgt werden. Zudem bestand kontinuierlich ein direkter Funkkontakt zum Ballon. 

Die Landung des Ballons erfolgte im südlichen Sauerland auf einer 25 m hohen Fichte. Das Verfolgerteam (DC7OG-8) konnte die Sonde problemlos orten und finden. Als vorteilhaft erwies es sich, dass eine flexible 2m-Antenne für die Sonde entwickelt wurde. Diese wurde bei der Landung nicht beschädigt und vereinfachte die Auffindung durch die Verfolger. Die Bergung der Sonde erfolgte nach Abstimmung mit dem Waldbesitzer durch einen ortsansässigen Jäger, dem ein besonderer Dank gilt. Durch den „pragmatischen Ansatz“ zur Sondenbergung musste der Baum nicht gefällt werden und blieb unversehrt.

Beindruckend war die geringe Abweichung der tatsächlichen von der vorherberechneten Flugbahn des Ballons. Diese betrug lediglich ca. 12 km.

 


 Navigationswarnung der DFS

Für den Aufstieg eines Wettersondengespannes benötigt man eine Flugverkehrskontrollfreigabe der deutschen Flugsicherung. Die DFS veröffentlich dann eine Navigationswarung:

(A1110/15 NOTAMN Q)EDGG/QWLXX/IV/BO/W/000/999/5134N00702E010 A)EDGG B)1503080845 C)1503081330 E)ASCENT OF A RADIOSONDE WITH A WEIGHT OF UP UP TO 4000G AT GELSENKIRCHEN PSN 513425N 0070141E (15,8NM NNW BARMEN DVORTAC BAM), COLOURED WHITE/RED/ORANGE, LENGTH OF UNIT MAX 30M, RATE OF ASCENT 1100TF/MIN. F) GND G) UNL)

 


Sonde für Mission I

Sonde Mission 1

Die Sonde besteht aus einem Styropor / Styrodur Körper mit den Maßen 240 mm / 130 mm / 170 mm. Sie wurde bei ihren Nennmaßen so angelegt, dass der Sondenboden als Antennenmasse verwendet werden kann. Bei Mission I wurde ein Startgewicht von 709 g erreicht.

Bei der Konstruktion wurden zwei große Kammern vorgesehen. Links befinden sich GSM Tracker, Videokamera und die Batterien für das APRS System. Rechts ist das GPS Empfangsmodul untergebracht. Darunter befindet sich die APRS Bake. Diese besteht aus zwei Platinen und einem Funkgerät.

Sondeninhalt:

1 GSM Tracker

2 Kamera

3 Batterien

4 GPS Empfangsmodul

5 APRS Bake

6 Antenne für das 2 m Band

 

 

 

   Sonde Boden

Um eine belastbare Aufhängung für die Sonde zu realisieren wurde eine Gehäuseverstärkung mit CFK Rohren vorgenommen. Ihr Innendurchmesser erlaubt das durchführen von Schnüren mit einem Durchmesser von 2 mm.   Auf der Unterseite der Sonde werden diese an der Antenne vorbei über Kreuz geführt. Dafür wurde die Antenne wenige cm zur Seite versetzt.

 

Der Stratosphärenballon

Ziel des Projektes war es, einen Helium-Ballon zu starten, der eine Sonde bis in die Stratosphäre bringt. Die Stratosphäre beginnt je nach geografischer Position bei 8 bis 18 km und endet in einer Höhe von ca. 50 km. Erwartet wurde eine Flughöhe von ca. 30 km. Während der Fahrt sollten eine Reihe von Daten gemessen und in Echtzeit zur Bodenstation übermittelt werden.

 

2

 Für dieses Projekt wurden u.a. die folgenden physikalischen Größen gemessen:

  • Luftdruck (2 Sensoren)
  • Außentemperatur (2 Sensoren)
  • Temperatur innerhalb der Sonde (2 Sensoren)
  • Sauerstoffgehalt der Luft (2 Sensoren)
  • UV-Strahlungsintensität (2 UV-Dioden)
  • Luftfeuchtigkeit (1 Sensor)
  • Radioaktivität (Geiger-Müller-Zählrohr)

Zudem waren ein selbstentwickeltes Spektrometer sowie zwei Kameras an Board der Radiosonde.

 

Zur Vorhersage der Flugrichtung des Ballons wurden Tools der UK Altiude Society (UKHAS) genutzt: http://predict.habhub.org/
Der Ballon hatte das Rufzeichen DN4GB-11, das Verfolgerteam DC7OG-8.Die Bild- und Sensordaten wurden im Amateurfunkbereich mit 1 Watt Ausgangsleistung und λ/4-Antennen im 2-Meter- sowie im 70-Zentimeterband-Band mittels Packet Radio mit 1200 Bit/s übertragen. Zur zusätzlichen Übertragung digitaler Bilddaten in SSDV (Slow Scan Digital Video) wurde ein 70 cm-Modul mit 10 mW Ausgangsleistung auf 434.650 MHz eingesetzt. Die Position des Ballons wurde mit APRS (Automatic Packet Reporting System) auf 144.800 MHz (2-Meter-Band) sowie zusätzlich mit einem GPS-Tracker übertragen. Eine Liveverfolgung des Ballons im Internet unter www.aprs.fi war somit möglich.

Das Projekt war Gegenstand der Master-Veranstaltung "Angewandte Kommunikationstechnik" im Wintersemester 2014/15 an der Westfälischen Hochschule. Teilnehmer waren Studierende der Mikro- und Medizintechnik der Abteilung Physikalische Technik des Fachbereichs Elektrotechnik und angewandte Naturwissenschaften. Ein Großteil der Hard- und Software (Firmware) wurde speziell für das Projekt entwickelt. Ausführliche Beschreibungen der jeweiligen Teilprojekte sind dem Menüpunkt Stratosphärenballon zu entnehmen.

Interessierte finden ausführliche Informationen zum Amateurfunk in Deutschland auf der Homepage des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC) unter www.darc.de.

Die Dozenten der Veranstaltung sind lizensierte Funkamateure mit den Rufzeichen DC7OG (DOK N06) und DH6YAU (DOK N50). Den Studierenden wird durch die Verwendung von  Ausbildungsrufzeichen die Teilnahme am Amateurfunk und somit die Inbetriebnahme der entwickelten Hard- und Software ermöglicht.

Informationen zum Lehrgebiet "Angewandte Kommunikationstechnik, IC-Entwurf und Digitale Signalverarbeitung" erhalten Sie auf der Homepage von Prof. Dr. Jorczyk:

http://www.w-hs.de/service/informationen-zur-person/person/jorczyk/


 

Die Technik des Stratosphärenballons:

 

 

 

#include <stdio.h>

void main(){
printf("hallo Welt!");
}

 

gawado

Gawado Gaswarnsysteme GmbH
Oberste-Wilms-Straße 20
44309 Dortmund
Tel.: 0231/139703-0
Fax: 0231/139703-10
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 Gase Partner

GPG - Gase Partner GmbH
Wittener Straße 166
58456 Witten
Tel.: 02324/39170
Fax: 02324/391729
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Heck

HECK Wall Systems GmbH
Thölauer Straße 25
95615 Marktredwitz
Tel. +49-(0)9231-802-0
Fax +49-(0)9231-802-330
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Dritter Flug des Stratosphärenballons DN4GB-11

20/03/2015

Die dritte Mission startete am Freitag, den 20. März 2015, um 9.00 Uhr. Ziel der Mission III waren Videoaufnahmen der Sonnenfinsternis. Zu diesem Zweck wurde eine Sonde mit zwei Kameras und einer APRS-Bake in Recklinghausen auf dem Modellflugplatz des MLC-Recklinghausen (www.modellflug-re.de) gestartet.  Der Sender Radio Vest berichtete in einer Reportage vom Start des Ballons. Ein Video vom Start findet sich auf der Facebook-Seite. Die Liveverfolgung des Ballons war bis etwa 10.43 Uhr im Internet möglich. Danach brach der Kontakt zur Sonde ab und konnte auch nicht wieder hergestellt werden. Die bis zum Abbruch der Verbindung übermittelten Daten, wie z.B. der Aufnahmestrom sowie die Temperatur der APRS-Einheit, lassen keinen Rückschluss auf einen Fehler der Elektronik zu. Die Hardware ist zudem in den beiden vorangegangenen, erfolgreichen Missionen eingesetzt worden.

Am Sonntag meldeten sich Anne K. und Jürgen P. aus Streithausen bei Hachenburg im Westerwald. Auf ihrem Pferdehof wurde die Sonde, welche sich in einer 200 Jahre alten Eiche verfangen hatte, geborgen.

 

Den Liveticker zum Flug finden Sie hier:

 

 

 

 

 

 

Ablaufprotokoll/Checkliste Stratosphärenballon 

                                                                                                                                                                                    

1. Missionsziel

 

Auf Grund schlechter Witterungsbedingungen am 08.02.2015, wurde der offizielle Start der Ballonmission auf Ende Februar verschoben. Um erste Erfahrungen mit dem Umgang eines Stratosphärenballons zu sammeln, soll im Vorfeld eine „kleinere“ Mission gestartet werden.

Nachfolgende Abbildung zeigt das Gesamtkonzept der Mission I in seiner Aufbaustruktur:

 1

 

Es soll hier ein Ballon Verwendung finden, welcher eine Gesamttraglast von 800g besitzt.

 

Folgende Systeme befinden sich in der Nutzlast:

• Basisnutzlast: APRS Bake auf 144,800MHz 1000mW mit GPS Modul

• GSM-Tracker (standalone)

• HD Kamera Modul (Muvi)

• Ausleger mit Werbelogo

• Antenne: 2m Band Rundstrahler

 

Das Gesamtgewicht der Last beträgt:

Seil: 3 g

Fallschirm: 76 g

Nutzlast: 709 g  

Gesamt: 788 g

 

Die Mission I soll genutzt werden, um das APRS-System zu testen und erste Videoaufnahmen des Werbelogos in der Stratosphäre zu erhalten. Der GSM-Tracker ist hier als Notsystem eingebaut, falls die Basisnutzlast ausfällt. Die Kamera soll mit internem Akku versorgt werden, welcher voraussichtlich eine Laufzeit der HD Kamera von 150 min garantiert.

Neben den Telemetriedaten des APRS-Systems (Akku-Spannung, -Strom und GPS Status) wird auch die Innentemperatur der Box ermittelt und über eine direkte Funkverbindung an die Bodenstation übermittelt. 

Fotos der einzelnen Komponenten:

2  3 

Basisnutzlast-APRS+GPS+AKKU

 

4  5 

GSM-Tracker und HD-Kamera:

 

6

Gehäuse + Antenne + Ausleger für Logo:

 

2. Allgemeine Vorbereitungen

  • Genehmigung der Deutschen Flugsicherung
  • Zuteilung eines NOTAM (NOtice To AirMen)
  • Ballonversichung
  • Festlegung der Starzeit und des Starortes
  • Zuständigkeitsbereichen einteilen
  • Öffentlichkeitsarbeit auf der Internetseite www.mikroelektronik.w-hs.de
  • Wettervorhersage beachten 

 

3. Zeitlicher Ablauf

Zeit:    Aufgabe und Material:

8:00    Jägerauto ausrüsten

  • Organisation eines Autos (Wenn möglich Kombi oder größer
  • Bezahlung der Spritkosten klären
  • Im Vorfeld volltanken
  • Bezahlung der Spritkosten klären
  • Einbau APRS Koffer (Funkgerät + TNC + Laptop mit UIview32)für APRS-Bake Direktverbindung
  • 2m Band Antenne
  • Rufzeichenvergabe des „Jägers“
  • KFZ-Halterung für Funkgerät/PC/Smartphone/Navi…
  • WANDLER 12V/DC-230V/AC ca. 200W
  • UMTS Stick oder Smartphone ohne Datenbegrenzung (aprs.fi benötigt sehr großes Datenvolumen)
  • Mindestens 2 bis 3 PCs bzw. Laptops für Google Earth / APRS.fi
  • GSM-Tracker Daten ( Handynummer/ Passwort)
  • Sicherheitsausrüstung -> Warnweste, Licht, Pylonen, usw.
  • Bergungsmaterial -> Seil, Leiter, Wurfanker,usw.
  • Verpflegung der Bergungscrew -> Getränke, Essen…
  • Mitführen einer Kopie der Startgenehmigung (DFS)
  • Fernglas
  • Flug Simulieren z.B. mit http://predict.habhub.org/ oder http://www.eoss.org/wbaltrak/

8:00    Basisstation aufbauen

  • 2m Band Antenne auf dem Dach der Hochschule montieren für Direktverbindung
  • PC’s für APRS.fi und Google Earth
  • Beamer

9:00    Befüllung des Ballons

  •  Plane für den Boden
  • Stoffhandschuhe
  • Ballon
  • Fallschirm
  • Nutzlast
  • Schnur
  • Befüllanlage (Heliumflasche mit
  • Druckminderer und Anzeige)
  • Gegengewicht

9:30    Test der Funkverbindung

  • Jägeauto vs. Basisstation

9:45    APRS/GSM- Nutzlast einschalten

  • Testen ob APRS Bake sauber empfangen wird. Das APRS System sollte ohne Probleme bis zu 10 Stunden Energie haben

9:45    Anbringen der Nutzlast an Ballon

  • Fallschirm
  • Nutzlast
  • Schnur

9:55    Kamera einschalten

  • Letzter Test für das Funksystem

10:00   Start

  • Startfreigabe durch DFS

10:10   Start der Verfolger

  • Verfolger empfangen APRS-Bake direkt über Funkgerät + TNC + PC(UIview32) auf 144,800 MHz.
  • Format der APRS-Bake:
    DN4GB-11>APZAVR,WIDE1*,WIDE2-1,qAS,DB0ENL:/181333z5134.44N/ 00701.63EO259/002/A =000306 APRS-Telemetrie: U=12.1V I=0185.0mA T=+41,5<0xb0>C GPS: ON WHS1
  • Verfolgung über aprs.fi
  • Digipeater leiten Daten weiter
  • I-Gates empfangene Datenpakete werden zu den APRS-Servern weitergeleitet
  • Über Funkverbindung Unterstützung durch Bodenstation
  • GSM-Modul kann via Handy abgefragt werden:
    017525622xx anrufen und GSM-Tracker übermittelt per SMS die Positionsdaten.

 

 

4. Technische Daten zum Ballon

 

Gasfüllung 99,996% Helium
Füllmenge  
Durchmesser Start 1,50 m
Durchmesser beim Platzen  
Füllzeit    
Material der Hülle  
Lieferant des Ballons Stratoflights ( Wetterballon 800 )
Aufstiegsgeschwindigkeit 5 m/s
Fallgeschwindigkeit  
Gewicht Ballon 800   g
Gewicht Nutzlast 709   g

 

5. Flugroute

 

Starttermin 26.02.2015
Startzeit 10:00 (9:00 UTC)
Startort W-HS  
Geplante maximale Flughöhe 25000-30000 m
Flugrouten Vorhersage durch Simulation  
Flugüberwachung durch APRS/GPS/GSM-System an Board der Nutzlast

 

Flugbahn Vorhersage

Simulierte Flugroute für den 26/02/15:

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